Sudan

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Rechte nicht garantiert

Unverändert gegenüber dem Vorjahr

Region:Afrika

Arbeitnehmerrechtsverletzungen

Recht auf Gewerkschaftsaktivitäten

Durch einen Erlass des Souveränen Rates vom 14. Dezember 2019 wurden alle Gewerkschaften und Berufsverbände im Sudan aufgelöst und das gesamte Eigentum und Vermögen der Gewerkschaften beschlagnahmt.

Seitdem und insbesondere nach dem Militärputsch im Oktober 2021 sind unabhängige Gewerkschaften nicht mehr in der Lage, in dem Land zu arbeiten.

Strafverfolgung führender Gewerkschaftsvertreter*innen wegen Streikbeteiligung

Als im November 2021 im Sudan zwei Tage des zivilen Ungehorsams und ein Streik aus Protest gegen den Militärputsch begannen, wurden fast 100 Lehrkräfte verhaftet. Die Sicherheitskräfte setzten Tränengas gegen die Beschäftigten ein, die vor dem Gebäude des Bildungsministeriums des Bundestaats Khartum protestierten. Viele wurden verprügelt, und mindestens einer Lehrerin, der Schulleiterin, wurde das Bein gebrochen.

Siebenundachtzig Lehrkräfte wurden verhaftet und in das Militärhauptquartier gebracht, nachdem die Staatsanwaltschaft ihre Freilassung auf Kaution abgelehnt hatte.

In Neyala, der Hauptstadt von Süd-Darfur, stürmten unbekannte Männer in Zivil die Wohnungen von Lehrkräften und nahmen fünf weitere Pädagogen fest, darunter Gamal Margan, der für die Ausbildung von Viehhirten zuständig ist. Am 8. November 2021 stürmten Militärs auch das Ministerium für Sekundarschulen in Karray und setzten eine neue, militärfreundliche Leitung ein.

Arbeitnehmerrechte in der Gesetzgebung

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