Saudi-Arabien

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Systematische Rechtsverletzungen

Verbesserung gegenüber dem Vorjahr

Arbeitnehmerrechtsverletzungen

Ausschluss Beschäftigter vom arbeitsrechtlichen Schutz

Saudi-Arabien hat in den vergangenen Jahren eine Reihe von Gesetzesänderungen durchlaufen, und am 14. März 2021 traten Gesetzesreformen in Kraft.

Mit den Reformen wurden die Möglichkeiten für Arbeitnehmer, den Arbeitsplatz zu wechseln, erleichtert. Es ist auch keine Erlaubnis des Arbeitgebers für das Verlassen des Landes mehr erforderlich. Eine weitere wichtige Reform war die der Arbeitsgerichte in Saudi-Arabien, die automatisiert wurden, um eine zügige und wirksame Rechtsprechung zu gewährleisten und die Transparenz zu verbessern. Jahrzehntelang wurden Einschränkungen der Mobilität von Arbeitgebern genutzt, um Wanderarbeitnehmer auszubeuten und zu missbrauchen.

Diese Entwicklungen waren daher mit Spannung erwartet worden und stellten einen großen Schritt für Millionen von Wanderarbeitnehmern im Land dar. Allerdings wurden mit der Reform nicht alle seit langem bestehenden Probleme angegangen, da sie nur für rund 6,7 Millionen Wanderarbeitskräfte gilt. 3,6 Millionen Hausangestellte, Landarbeiter*innen, Hirten, Hauswächter sowie private Fahrer sind weiterhin ausgeschlossen. Darüber hinaus enthält die Reform nach wie vor Beschränkungen, wonach Erwerbstätige die Vormundschaft erst nach einem Jahr Vertragslaufzeit oder bei Ablauf des Arbeitsvertrags ohne die Zustimmung des Vormundes wechseln können. Für Hausangestellte gelten restriktivere Bedingungen für den Wechsel des Arbeitgebers innerhalb von zwei Jahren nach Vertragsabschluss. Außerdem wurden - insbesondere für Hausangestellte - mit der Reform nicht alle Beschränkungen für Ausreise- und Wiedereinreisevisa aufgehoben.

Arbeitnehmerrechte in der Gesetzgebung

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