Katar

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Systematische Rechtsverletzungen

Unverändert gegenüber dem Vorjahr

Arbeitnehmerrechtsverletzungen

Ausschluss Beschäftigter vom arbeitsrechtlichen Schutz

Katar hat seit 2017 eine Reihe wichtiger Reformen durchgeführt, um das Kafala- (Bürgen-) System abzuschaffen und den arbeitsrechtlichen Schutz auf die Arbeitsmigrant*innen in dem Land auszuweiten. Im Januar 2020 hat Katar zwei Ministerialerlasse verabschiedet, die es Arbeitskräften ermöglichen, ihren Arbeitgeber während der Laufzeit ihres Arbeitsvertrages jederzeit zu wechseln (durch die Abschaffung der Einverständniserklärung) und das Land entweder vorübergehend oder für immer zu verlassen, ohne dass sie dafür die Genehmigung ihres Arbeitgebers benötigen (durch die Abschaffung des Ausreisevisumzwangs). Darüber hinaus erhalten Hausangestellte jetzt einen Standardarbeitsvertrag und Lohnabrechnungen von ihren Arbeitgebern.

Am 20. März 2021 trat Katars diskriminierungsfreier Mindestlohn für Arbeitskräfte aller Nationalitäten und Sektoren, einschließlich Hausangestellten, in Kraft.

Darüber hinaus wurden im Rahmen der Reformen Arbeitsgerichte eingerichtet, um Beschwerden über die Nichtzahlung von Löhnen zu klären, und es wurde ein Unterstützungs- und Versicherungsfonds für Beschäftigte geschaffen.

Auf betrieblicher Ebene wurden Arbeitnehmerausschüsse gewählt, die sich mit den Beschwerden der von Arbeitnehmer*innen befassen, während auf sektoraler Ebene (u. a. im Gastgewerbe, dem Bausektor, Sicherheit und Verkehr) paritätische Ausschüsse eingerichtet wurden.

Und schließlich hat Katar ein Streitbeilegungssystem eingeführt, das auch Wanderarbeitskräften zugänglich ist.

Arbeitnehmerrechte in der Gesetzgebung

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