Afghanistan

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Rechte nicht garantiert wegen des Zusammenbruchs der Rechtsstaatlichkeit

Verschlechterung gegenüber dem Vorjahr

Arbeitnehmerrechtsverletzungen

Rede- und Versammlungsfreiheit

Seit ihrer Machtübernahme in Afghanistan im August 2021 haben die Taliban das Recht auf friedliche Versammlung und freie Meinungsäußerung massiv eingeschränkt.

In Herat schlugen Taliban-Kämpfer mit Peitschen auf Demonstranten ein und feuerten wahllos, um die Menge zu zerstreuen. Dabei wurden zwei Männer, getötet und mindestens acht weitere verletzt. Die Taliban haben daraufhin jegliche Proteste verboten, die nicht zuvor vom Justizministerium in Kabul genehmigt werden.

Recht auf Gewerkschaftsaktivitäten

Im August 2021 übernahmen die Taliban die Macht in Afghanistan, was das Land sofort in Instabilität und Armut stürzte.

Schätzungen zufolge verloren 90% der arbeitenden Bevölkerung ihren Arbeitsplatz. Eine der ersten Maßnahmen, die das Taliban-Regime ergriff, war die Beschneidung der Rechte von Frauen, u. a. beim Zugang zu Beschäftigung und Bildung.

Als die Taliban begannen, gegen demokratische Stimmen und Organisationen vorzugehen, Aktivisten zu töten und deren Häuser zu durchsuchen, war die Führung der National Union of Afghanistans Workers and Employees (NUAWE) gezwungen, ins Exil zu gehen und fand mit Unterstützung des IGB, des französischen Gewerkschaftsbunds CFDT Confédération française démocratique du travail CFDT und der französischen Regierung Zuflucht in Frankreich. Die Ausübung von Gewerkschaftsaktivitäten ist für die im Land verbliebenen Gewerkschafter*innen extrem gefährlich geworden, da sie ständig überwacht werden und ihr Leben bedroht ist.

Arbeitnehmerrechte in der Gesetzgebung

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